Die Geschichte einer Seele…..

Vor vielen vielen Jahren entschloss sich eine kleine Seele, den Weg ins Dasein des Lebens auf Erden anzutreten. Sie war voller Enthusiasmus und Vorfreude auf all die wunderbaren Möglichkeiten, die es nun wieder bekam, sich selbst zu spüren. Sie sprühte vor Abenteuerlust, wohl wissend, dass ein Leben auf dem wunderschönen Planeten, liebevoll von ihr Gaja genannt, voller Herausforderungen sein konnte.

Aber das machte ihr nichts aus, denn sie wußte über die wundervollen Chancen, die diese ihr boten um zu wachsen und sich selbst immer besser kennen zu lernen. Natürlich war das nicht ihre erste große Reise, denn sie durfte sich schon auf vielen anderen Planeten des Universums ausprobieren und so manches Mal auch auf der Erde. Und nun war es endlich wieder soweit, dieses herrliche blaue Juwel besuchen zu dürfen. Lange wurde sie bereits von ihren himmlischen Freunden und Mentoren darauf vorbereitet. Und es war ihr auch bewußt, dass sich seit ihrer letzten Anwesenheit hier wohl sehr viel verändert hatte.

Eigentlich war das  ja genau der Grund, aus dem sie nun wieder geboren werden wollte. Sie hatte so viel gelernt auf ihren Reisen und mit ihren Freunden. Sie hatte soviel Liebe erfahren, dass es sie fast zerriss vor Glück. Irgendwohin wollte sie diese großartige Liebe fliessen lassen, wollte sie weitergeben und Freude bringen. Und natürlich war gerade die Erde ein Ort, von dem sie dachte, dass es am meisten gebraucht wurde. Nachdenklich geworden sass die kleine Seele auf einem Stern und betrachtete mit großen verwunderten Augen das scheinbar immer hektischer werdende, oft lieblose und verwirrte Treiben auf der Oberfläche der Erde. Sie konnte nicht begreifen, wie die Menschen, welche eigentlich so wundervolle und großartige Schöpferwesen waren, ihre Schönheit gegenseitig nicht sehen konnten und sie sogar mit Füßen traten. Sie sah das Licht jedes einzelnen Menschen in seinem innersten hell leuchten und wollte nun ganz begeistert nichts anderes mehr, also dort zu sein um diesen schönen Wesen, die sich scheinbar so arg vergessen hatten, ihr Licht wieder zu zeigen. Sie wollte ihnen dabei helfen, wieder in ihrer ganzen Größe zu leuchten.

 

Nun war es also soweit und die kleine Seele stand aufgeregt vor dem Tor des Vergessens. Sah zurück zu ihren Freunden und zu den anderen Seelen, die sich um sie herum zum Abschied versammelt hatten. Eine davon drückte sie ganz besonders fest und verabschiedete sie mit den Worten „bis bald, wir sehen uns“….Ja sie war sich sehr bewußt darüber, dass es wohl unangenehm werden würde die Leichtigkeit der geistigen Heimat mit der Schwere des irdischen Körpers zu tauschen und sie wußte, dass sie erst einmal lange Zeit auf ihre Freunde und Seelengefährten in der geistigen Heimat würde verzichten müssen, aber die Aussicht auf diese herrliche Reise der Gelegenheiten und Erfahrungen war ihr dieses Opfer allemal wert.

 

Das Tor öffnete sich und es war Zeit für die kleine Seele zu springen und den Weg in die Welt der Dualität anzutreten. Ein erster Schrei und das freudige Lachen der Anwesenden darüber zeugten davon, dass sie gut angekommen war und alles wie vorgesehen geklappt hatte. Oh ja, wie fühlte sie sich eingesperrt und eingezwängt….nein, sie konnte sich gar nicht mehr daran erinnern, dass es beim letzten Mal auch so eng gewesen war. Alles tat ihr weh und ihre Augen brannten. „Warum um Himmels willen werde ich jetzt auch noch nass gemacht“, dachte sich die kleine Seele und brüllte aus Leibeskräften um dem ganzen endlich Einhalt zu gebieten, als die Hebamme sie in die kleine Badewanne tauchte. Es war hier alles so grell und so kalt. Nichts erinnerte mehr an die angenehme Ruhe, die Wärme und das beruhigende, sanfte Licht, welches sie gerade noch spüren durfte. Nein, es war alles so laut und genauso hektisch wie sie es auf ihrem Stern sitzend wahr genommen hatte. „Ach lasst mich doch einfach in Ruhe“ dachte sich die kleine Seele, ich bin so müde und fühle mich allein. Wo sind meine Freunde? Kaum hatte die kleine Seele diesen Satz gedacht, war auch schon ihr treuester Begleiter an ihrer Seite. „Ich bin doch immer da, das weißt du doch, nur wirst du mich jetzt bald nicht mehr so häufig sehen können, weil dir die Menschen erzählen werden, dass es deine Freunde gar nicht gibt“. „Nein, das glaube ich nicht, meinte die kleine Seele, ich kann dich doch jetzt auch sehen und ihr seid doch schon immer meine Freunde gewesen, wie sollte ich euch jemals vergessen.“. „Aber natürlich waren wir das und werden es auch immer sein“, meinte ihr engelhafter Freund, „…..selbst wenn du uns nicht mehr sehen kannst, wirst du uns fühlen können. Wir werden ständig an deiner Seite sein, über dich wachen und deine Wege ebnen. Es gibt nur eines, was du beachten solltest und was wir dich bitten, niemals zu vergessen. Ein Weg zu uns bleibt dir in all deinem wahrscheinlichen Vergessen und der größten Bedrängnis immer offen, aber du musst es wollen. Du mußt die Erlaubnis geben, dir helfen zu dürfen. Denn nur dann können wir eingreifen. Der Weg zu uns ist der Weg deines Herzens. In all deiner Verwirrung und deinem Menschsein wird dir immer der Weg des Herzens als Ort der Stille und der Wahrheit offenstehen. Dies ist ein Versprechen der geistigen Welt für dich und für jede Seele und mit diesem Versprechen sei gesegnet und gehe nun deinen Weg auf Erden“.

 

Als das kleine Wesen nach einiger Zeit erwachte, dachte es immer noch sein Freund sei bei ihm und hörte seine letzten Worte nachhallen…., aber es war allein. Nichts erinnerte mehr an diesen wundervollen Traum von eben. War es ein Traum oder war es Wirklichkeit gewesen, es fühlte sich jedenfalls so nah und echt an. Aber niemand war da und es schrie und schrie und schrie…..

 

Plötzlich hob jemand das kleine Wesen aus seinem Bettchen und drückte es liebevoll an sich. „Na endlich, dachte es sich, es gibt ja doch jemanden, der mich lieb hat.

 

So verging die Zeit und aus dem kleinen Babyseelchen wurde ein kleines, süßes Mädchen, das nun bereits in den Kindergarten ging. Oft hatte es sich nach seinen himmlischen Freunden gesehnt in den vergangenen Jahren aber nach und nach glich dieses Sehnen eher mehr der  sehnsüchtigen Erinnerung an einen wunderschönen Traum, als dem realen Erinnern an etwas wirklich Gewesenes. Es waren anfangs ruhige, liebevolle und schöne Zeiten gemeinsam mit ihrer Mama gewesen, doch dann schien sich plötzlich etwas völlig verändert zu haben. Eines Tages kam immer öfter ein Mann zu ihnen ins Haus, bis Mama eines schönen Tages meinte „das ist nun dein neuer Papa“. Naja, dachte sich das kleine Mädchen, wenn er mich nun genau so lieb hat wie meine Mama dann ist das ja alles gut. Aber leider entwickelten sich die Dinge anders und der Wunsch des kleinen Mädchens erfüllte sich nicht. Dieser Mann schien sein inneres Leuchten überhaupt nicht zu sehen und scheinbar wollte er das auch nicht. Stattdessen schrie und schimpfte er und niemand konnte es ihm Recht machen. Am schlimmsten war es, wenn er eine Flüssigkeit trank, die ihn irgendwie so seltsam herumschaukeln liess. Er konnte dann auch nicht mehr richtig sprechen, schrie und wütete, schlug ihre Mama und auch sie selbst. Sie hatte Angst und konnte oft deshalb gar nicht einschlafen. Alles war so verwirrend und unverständlich.

„Warum lässt Mama sich das gefallen und warum sagt sie nichts, wenn er mich anschreit und schlägt? Liebt sie mich denn nicht mehr und warum tut sie nichts? Warum lässt Mama das mit sich machen?“ Warum hilft mir denn hier niemand? Warum hilft Mama mir nicht?“ Mehr und mehr Fragen türmten sich in der Seele des kleinen Mädchens auf und je mehr sie beschimpft und mißhandelt wurde, umso mehr zog es sich traurig und verletzt zurück. Sie fühlte sich plötzlich nicht mehr groß und frei und voller Liebe, das Leben war nicht mehr schön, es war völlig  in Unordnung geraten. Sie fühlte sich klein, schutzlos und verantwortlich dafür, dass es ihrer Mama nicht gut ging. Sie hatte irgendwann einmal eine Unterhaltung mitgehört, indem ihr Stiefvater die Mama angeschrien hatte und ihr vorwarf wie wenig Zeit sie doch füreinander hätten, weil dauernd dieser Balk hier herumlaufen würde. Nichts könnten sie mehr miteinander unternehmen und überhaupt hätte sie sich so verändert, und würde so über die Maßen liebevoll mit der Kleinen umgehen, statt mehr Zeit mit ihm zu verbringen.“ Ja die Kleine fühlte sich schuldig an dieser ganzen Situation, ganz besonders, seit sie diese Unterhaltung mitbekommen hatte.

Sie wollte einfach nicht mehr da sein und das einzige was ihr noch blieb, war die Flucht zu ihren Tierfreunden in die Natur. Dort sass sie oft gedankenverloren auf der nahegelegenden Wiese und sah dabei den Käfern und Schmetterlingen zu. Irgendwie fühlte sie sich hier geborgen, wohl eine leise Erinnerung an etwas ganz Besonderes. Mehr wußte sie nicht. Und dann mußte sie ja immer wieder zurück und das machte sie traurig, von Tag zu Tag trauriger. Niemand war da, der dem kleinen Mädchen hätte helfen können und es wurde immer einsilbiger, verlor den Glauben und das Vertrauen daran, dass es überhaupt jemanden geben könnte, an den sie sich hätte mit ihrem Kummer anlehnen und dem sie sich hätte anvertrauen dürfen. Langsam verschloß sich eine Türe in ihr. Sie bemerkte es nicht einmal selbst, wuchs dabei heran und ihre Träume,Vorstellungen und Erinnerungen darüber, wie sie das Licht in den Menschen einst hatte entzünden wollen, waren vollständig verschwunden. Nein, sie konnte ihr eigenes Licht irgendwann selbst nicht mehr sehen und hatte sich vollständig zurück gezogen. Niemand kam mehr an sie heran.

Aus dem einst so liebevollen, herzlichen Mädchen wurde ein tyrannischer, selbstverliebter und egoistischer junger Teenager. Nichts zeugte mehr von dem großen Plan, den es hatte, bevor es hierherkam. Das süße Mädchen von einst eckte überall an, bekam Schwierigkeiten wo es auch auftauchte. Sie benahm sich völlig daneben, war grob und abweisend zu Menschen, die versuchten ihr zu helfen. Nein, sie wollte nicht mehr schlecht behandelt werden und übte lieber selbst Macht aus, um nicht mehr untergehen zu müssen. Sie wollte sich von niemandem helfen lassen, denn es gab sicher keinen, der dies einfach nur aus Liebe und Zuneigung tat, das hatte sie gründlich erfahren. Und sie verschloß daraufhin ihr Herz immer mehr und liess niemanden mehr in ihr Leben. Die Mauer um sie herum wurde größer und härter und sie fing an, sogar den Rat ihrer wunderbaren himmlischen Freunde zu vergessen, den Weg des Herzens zu gehen, wenn die Verwirrung am größten war. Sie vergaß, dass sie nur rufen mußte um Hilfe zu bekommen. Sie hatte das Versprechen ihrer Freunde vergessen.

Aber wo war denn das Herz und gab es überhaupt ein Gefühl? Jedenfalls konnte sie es nicht mehr spüren. Da war doch nur eine Art Muskel, der seine Arbeit tat, nicht mehr und nicht weniger. Das erzählten jedenfalls alle. Das was sie spürte war tiefste Frustration, Antriebslosigkeit und keine Lust mehr auf das was sich hier so gemeinhin Leben nannte. Nein, sie wollte hier nicht mehr sein, es war doch eh alles für die Katz und sicher gab es keinen einzigen Menschen hier, der sie auch nur annähernd ernst nahm oder verstand. Die Freude am Leben war ihr komplett abhanden gekommen. Sie behandelte andere so, wie sie sich fühlte. Niemand wollte mehr mit ihr Kontakt haben und das Mädchen wurde immer einsamer.  

 

Sie hatte den Überblick völlig verloren und jeder Mensch der sie verliess bestätigte sie nur noch mehr in ihrem Gefühl, nicht liebenswert und schuldig zu sein. Dabei war sie ständig auf der Suche nach etwas, das die Leere in ihr hätte wieder auffüllen können und da sie niemanden an sich heran ließ fand sie über Umwege eines Tages  etwas, das ihr kurzfristig wieder das Gefühl von Vollständigkeit und Geborgenheit gab. Eine andere Welt, ganz kurz und intensiv, aber es tat gut und sie merkte nicht, wie sie mehr und mehr abrutschte in die Welt der Drogen. Es ging spürbar und sichtbar immer mehr bergab. Niemand konnte etwas tun. Abgesehen davon hatte ihr Stiefvater sowieso kein Interesse an ihr und die Mutter war immer noch gefangen in ihren Abhängigkeiten gegenüber dem Stiefvater. Also konnte sie von dort ebenfalls keine Hilfe erwarten. So fristete sie ihr Leben mehr schlecht als recht, ging anschaffen um sich wieder „Stoff“ besorgen zu können und übernachtete mitunter in den Toiletten der U-Bahnhöfe. Eines Nachts ging anonym in der Rettungsleitstelle der Bahnhofswache ein Notruf ein und sie fanden das Mädchen bewußtlos am Straßenrand liegen.

Es wurde mit Verdacht auf eine Überdosis Drogen ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Stunde um Stunde verging, in der das kleine süße Baby von damals im selben Krankenhaus mit dem Leben rang, in dem es einst voller Hoffnung geboren wurde. Nichts erinnerte mehr daran, und nur das monotone Piepsen der Lebenserhaltungssysteme in einem Behandlungsraum der Intensivstation waren zu hören. In jenem Krankenhaus tat in dieser Nacht ein junger Mann Dienst, der zufällig vor vielen Jahren am selben Tag in jenem Krankenhaus zur Welt gekommen war, wie dieses Mädchen, das jetzt um sein Leben kämpfte. Gerade war Übergabe gewesen und er schaute auf seinem Rundgang kurz nach dieser mittlerweile jungen Frau, von der er gerade gehört hatte und allgemein nicht besonders gut gesprochen wurde. Zwar hatte er am Rande bei Gesprächen zwischen den Kollegen darüber nur Fetzen mitbekommen, wollte sich aber zumindest  selbst ein erstes Bild machen. Als er ins Zimmer trat, war ihm, als schien irgendetwas ihn beim Anblick dieser jungen Frau ganz tief in seiner Seele zu berühren . Sie sah kreidebleich und nicht besonders hübsch aus wie sie so da lag, was ja bei den Umständen ihres Hierseins nicht verwunderte. Trotzdem empfand er eine seltsame Wärme in seinem Herzen. Es fühlte sich an, als würde er einen Menschen wieder getroffen haben, den er schon lange Zeit nicht mehr gesehen hatte. Einem Impuls folgend, setzte er sich an ihr Bett und begann ihre Hand in die Seine zu nehmen. Ihre letzte Lebenskraft pulsierte in seinen Händen und er konnte fühlen, wie wenig davon noch vorhanden war. Sein Herz zog sich vor Trauer zusammen, die er sich allerdings gar nicht einmal erklären konnte.

 

So lange dieses Mädchen auf der Station behandelt wurde und wann immer er Dienst hatte, war er an ihrer Seite, und er besuchte sie selbst dann, wenn er frei hatte. Dann konnte man ihn an ihrem Bett sitzend antreffen. Immer hielt er ihre Hand fest in der seinen und immer spürte er warme Ströme aus seinem Herzen zu ihr fliessen. Ströme der Zuneigung, die von Tag zu Tag mehr zu werden schienen und über die er sich sehr wunderte. Aber er konnte einfach nicht anders als ihr sein Herz immer mehr zu öffnen. Sie kämpfte Stunden, Tage und Wochen mit ihrem Leben und er wich nicht von ihrer Seite. Eines Tages, er hielt wieder einmal ganz still und in ihren Anblick vertieft ihre Hand, fühlte er ein leises Zucken, das ihm wie ein Blitzschlag durch Mark und Bein ging. Wachte sie auf?…….. endlich. Und ja, sie öffnete langsam und zaghaft die Augen. Blickte verwirrt und gleichzeitig verwundert in die liebevollen Augen eines ihr völlig fremden jungen Mannes.

Die ersten liebevollen Blicke seit Jahren. Das kannte sie nicht, nein, es war ihr völlig neu, denn sie hatte keinerlei Erinnerung daran, wann sie ein Mensch zum letzten Mal überhaupt so angesehen hatte.  Es konnte nicht wahr sein, dass dieser Mann sie meinte, denn niemand liebte sie. Niemand liebte so einen Menschen, wie sie einer war und schon gleich gar nicht mit so einem Aussehen und so elend, wie sie jetzt da lag. Das war sie nicht wert, schoß es ihr durch den Kopf. Nein, das konnte es einfach nicht geben. Aber sie war noch zu schwach um sich dagegen zu wehren und liess es widerwillig geschehen. Er kam von nun an jeden Tag, wollte unbedingt bei ihr sein, ihre Hand halten und versuchte es immer wieder. Doch sie verbot es ihm, jemals wieder zu kommen. Nein, DAS wollte sie nicht. Kein Mensch durfte ihr zu nahe kommen, sie wollte nicht mehr verletzt werden und sie konnte keine Nähe mehr zulassen, sie konnte es nicht ertragen. Und überhaupt wollte sie eh nur noch sterben, schade, dass sie das ganze überlebt hatte, dachte sie sich. Jedoch der junge Mann blieb hartnäckig. Er kam wieder und wieder, brachte zuerst kleine Blümchen, dann Rosen, jeden Tag etwas anderes. Er streichelte über ihr Haar und sie schrie ihn an, er solle aus dem Zimmer gehen,, sie endlich in Ruhe lassen. Er sah sie dabei nur mit seinen liebevollen Augen an und ging. Aber er kam wieder und wieder und wieder…..lächelte, streichelte ihr sanft übers Haar, brachte Blümchen und Pralinen und liess sich von Ihr erneut aus dem Zimmer werfen. Mittlerweile waren einige Wochen vergangen und es hatte sich nichts am täglichen Ritual dieser Beiden geändert, obwohl die junge Frau jeden Tag mehr etwas in sich erfühlte, das sie sich nicht erklären konnte und so verliess der Junge Mann nach ihren Ausbrüchen weiterhin jedesmal nur wortlos lächelnd das Zimmer. Doch ….. ja, eines veränderte sich unmerklich, ganz langsam und schleichend. Unsere kleine Seele, jenes Mädchen, das mit dem Leben schon abgeschlossen hatte, begann eines Tages ganz zaghaft zu lächeln, als sie ihn wieder einmal hinaus geschmissen hatte. Sie konnte es nicht verstehen, wie ein Mensch, der so beschimpft, erniedrigt und weggestoßen wurde, den Mut und vor allem die Liebe aufbringen konnte, immer wieder zu kommen und die Kraft hatte, von neuem zu beginnen…… So nahm das Leben und die Geschichte der Beiden ihren Lauf……

 

Der junge Mann hatte es mit seiner Hingabe und Liebe tatsächlich geschafft die Mauer ihres Herzens langsam aber stetig zum Einsturz zu bringen. Niemals kann etwas mehr bewirken, als die Liebe ohne Bedingungen mit aller Hingabe des Herzens.

 

Die beiden Seelen hatten einander erkannt und irgendwann werden die Beiden sich dessen vielleicht bewußt sein, dass sie sich verabredet hatten um sich wieder zu „erinnern“ und warum sie einst hierher kamen. Sie werden sich an den Ort ganz tief im Innersten eines jeden Menschen  erinnern, und an die Liebe, die für immer dort zu Hause ist. An einen Ort, den wir Herz nennen“.

©Monika Hagn

Autorin und Life-Coach

www.sanara-lebenslicht.jimdo.com

(jede Übereinstimmung mit realen Geschehnissen oder Personen sind frei erfunden und beruht auf einer Erzählung, die aber genau so statt gefunden haben könne)

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