Die Saat

Die Saat

fast alles ist – wie es schon immer war – und wohl auch immer sein wird – so ohne rechte Freude – so gar ohne Frieden – und noch immer fliegen die Raben über unser Land – laufen die Ratten durch die Gassen unserer Stadt
es gibt so wenig Hoffnung in den Gesichtern – so wenig Freude in den Augen – so wenig Liebe in den Herzen – so wenig Wahrheit in den Worten – und noch viel weniger Glauben
das Leben ist wie ein Schiff ohne Steuer – die Kraft des Windes treibt es voran – und die Stille des Windes lässt es ruhen – doch im Nebel bleiben uns verborgen – die Küsten – die Erkenntnisse
auf der Brücke – schaut – die Propheten – sie weissagen – doch die anderen vor dem Mast – hört – sie weissagen den Untergang der Propheten – und müde – und blind – und taub – laufen unsere Kinder von dem einen zum anderen – ob nicht aus den Weissagungen Liebe wachsen werde – doch es wächst nur Neid – und Hass – und Gier

Mia querschreiber

art unbekannt

Quelle: Die Saat

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