Archiv | 18. November 2015

ES IST ZEIT

ES IST ZEIT

oh liebe frau, gefährtin
ich will dich nicht
zähmen. ich will
dich bebend erinnern,
daran wer du bist.
ungezwungen,
frei und wild.
ich will dich nicht
schweigsam
und gehörig sehen –
sondern mal
aufbrausend
aus deiner mitte
aggierend. ich
will dass du hungrig
nach wahrheit
bist und dich vor
keiner weisheit
scheust, die dir
die augen öffnen will.

oh liebe frau, gefährtin
ich will nicht dass du
dein leben in wünschen
verlierst, und dabei
vergisst wer
du bist, mit und
ohne mann.
ich will, dass sie
durch deine adern
fliesst, die wildheit
des aufbäumenden
meeres. dass du
dich an deine
flügel erinnerst
und an die
1000 tranfsormationen
aus anderen leben.

oh liebe frau, gefährtin
ich will nicht, dass
du weiter nur in
deine gedanken hängst,
sondern dass dein herz
wieder galoppiert
durch die welt
der möglichkeiten.
dass du dich nicht verstellst
um zu gefallen, dass
du deinen ärger nicht
unter höflich und
liebe worten
versteckst, obwohl
der strum in dir
wütend. ich will
nicht, dass du
dir und andern
länger was
vorheucheln musst.

oh liebe frau, gefährtin
in keinem käfig
sollst du leben,
nicht in deinem
konstrukt
und nicht den dem
von anderen.
ich will dass du
dich zeigst, und
dass deine wahrhaftigkeit
sich nicht in
verschlagenheit
verwandelt.
du magst kein
gutes mädchen
sein, dann hör
auf es zu spielen.
es dreht mir
den magen um
wenn ich sehe,
wie du meinst
du kannst die
welt hinters licht
führen, und dich
deiner wut und
wildheit schämst.

oh liebe frau, gefährtin
es geht immer
um deine bereitschaft
dem ruf zu folgen.
nicht dem sanften
klang der lerche
sondern dem
kreischen der
geier.. die dich
zurückrufen an den
ort des todes
und des lebens.
da wo du den
geruch deiner
eigenen verwesung
wahrnimmst und
dich den schatten
deiner selbst
stellen kannst.

oh liebe frau, gefährtin
ich will dass du dich
dein blut liebst,
deinen zorn und
die liebe die reisst
und zerrt und
sich nicht
verhältschelt
hinter einer
tür versteckt.
und dich selber
von innen ein
gesperrt hast.

es ist zeit,
den schlüssel
umzudrehn
und dich in
die freiheit
deiner eigenen
tiefen fallen zu lassen,
nicht als das süsse
schöne, das du gerne
wärst, sondern
dich zeigst mit
deinen fratzen
und deiner
zauberkraft.

frau, gefährtin
es ist zeit.

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der grosse

geist.

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MOKSHA

art unbekannt

Quelle: Es ist Zeit

Feuer in der Nacht

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Feuer in der Nacht

Ich bin die Sehnsucht, bin die Glut,
aus Einsamkeit erweck ich Mut,
brenn tief dir in dein Herz hinein,
kann Asche und auch Liebe sein,
bin die, die deinen Schlaf bewacht.
Ich bin das Feuer in der Nacht!

Ich bin der Wind, der mit dir spricht,
an mir die Einsamkeit zerbricht,
flieg mit dir hoch zum Himmelszelt,
ich schenke dir die ganze Welt,
bin die, die mit dir weint und lacht.
Ich bin das Feuer in der Nacht!

Du bist das Holz, ich bin die Glut,
aus deinem Herz erwächst mein Mut
und erst durch dich da kann ich leben
und erst durch mich kannst du mir geben
was heut die Ewigkeit bewacht:
Wir sind das Feuer in der Nacht!

I. Kunath

Quelle: Feuer in der Nacht

Der Weg der Herzkriegerin

Manchmal da ist er einsam …
der Weg der Herzkriegerin.
Doch ist es eine gute, heilsame Einsamkeit …
ein selbst gewähltes mit sich alleine Sein.
Manchmal da sucht Sie einfach nur Ruhe,
von all dem bunten Lärm der Welt.
Eine gute, heilende und umarmende Stille,
in der nur Ihre Gefühle reden,
und Sie lauscht ihnen bedächtig,
sind sie doch Ihre Navigation durchs Leben.
Ja, manchmal sucht Sie die Stille in sich selbst,
das beruhigende Gespräch mit Ihrer Seele,
und Sie lernt von den deutlichen Antworten,
lauscht dem Tanz der Emotionen,
fühlt den leeren Räumen in sich nach,
schmiegt sich in das Echo Ihrer Seelenmelodie,
lässt sich umarmen von der Ihr innewohnenden Liebe.
Sie lauscht der inneren Melodie Ihrer Element,
tanzt den Tanz des Feuers in sich,
lässt sich von den Wogen Ihrer Emotionen tragen,
verbindet sich mit der Ihr innewohnenden Magie,
und lauscht dem Flüstern Ihres inneren Sturmes.
Und dort, tief in sich selbst verborgen,
erkennt Sie die Ordnung aller Dinge …
fühlt, dass dies, was in Ihren Tiefen lebt,
jenes ist, was im Außen erwachen darf.
Dort in Ihren Katakomben der Seele,
warten alle Antworten auf Ihre Lebensfragen,
dort liegt der Ursprung all dessen,
was Sie als Geschenk ins Leben weben darf.

© Erika Flickinger

art unbekannt

Quelle: Herzkriegerin