Tag-Archiv | Göttin

3. Januar – Die stärkenden Geschenke der Göttin Strenia

Oh Göttin

strenia2Schön langsam beginnen wir ja wieder aus den Rauhnächten aufzutauchen. Manche spüren ja sogar schon so etwas wie Tatkraft – bereit Neues anzupacken, unterstützt von der frischen Energie des Neuen Jahres. Die haben offenbar schon die Kraft der Göttin Stimula gespürt. Diese war im antiken Rom jene Göttin, die zu heftigem Tun antreibt.

Doch die Antriebskraft nützt gar nichts, wenn wir nicht stark genug sind, das Begonnene auch durchzuhalten und zu vollenden. Und dafür ist die Göttin Strenia zuständig.
Und genau im Namen dieser Göttin sollen sich die Menschen im Alten Rom just am 3. Januar

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26. Dezember – Tag der Rentiergöttin

Oh Göttin

Rozhanitza1Warum haben wir eigentlich so viele Rentiere bei unseren Weihnachtsdekorationen? Natürlich hat auch das was mit einer Göttin zu tun: Der 26. Dezember ist nämlich das Fest der Rozhanitza, die an diesem Tag Geburtstag hat. Denn zu diesem Termin wird auch der Winter „geboren“ – und damit das Licht wiedergeboren. Zu Ehren dieser Göttin beschenken einander

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Aphrodite – die Schaumgeborene, 14.12.15 – 20.12.15

Aphrodite – Griechische Göttin, die vor allem für Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit, Sinnesfreuden und sexuelle Magie bekannt ist

The island - Aphrodite in the version of Botticelli

Bildquelle: Aphrodite

 

Wikipedia sagt:

Aphrodite (griechisch Ἀφροδίτη) ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Liebe, der Schönheit und der sinnlichen Begierde und eine der kanonischen zwölf olympischen Gottheiten. Ursprünglich zuständig für das Wachsen und Entstehen, wurde sie erst später zur Liebesgöttin. Das Pendant in der römischen Mythologie ist Venus.

Aphrodite by KnyazevSergey

Bildquelle: Aphrodite

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Die Schaumgeborene

Die wohl populärste der griechischen Göttinnen ist allerdings nicht griechischen Ursprungs und sie ist eine viel umfassendere Erscheinung als für gewöhnlich über sie bekannt ist. Aphrodite erscheint uns zumeist als lichte, himmlische Göttin, doch wie die Liebe ihre Schattenseiten haben kann, so gibt es auch die dunklen Aspekte der Aphrodite, die gerne vergessen oder unter den Tisch gekehrt werden.

Sie war die alte Muttergöttin des östlichen Mittelmeerraums. In ihrer Gestalt vereinigen sich Züge der semitischen Fruchtbarkeits-, Liebes-, und Himmelsgöttin Astarte mit der Gestalt der kleinasiatischen Mutter- und Schöpfungsgöttin.

Behüterin der gesamten Natur

Als diese behütete sie die gesamte Natur mit allen ihren Erscheinungsformen und war damit nicht nur die erschaffende und bewahrende, sondern auch die zerstörerische Große Göttin. Dazu gehört auch die Herrschaft über Geburt, Tod und Wiedergeburt, über Zeit und Schicksal sowie über den Krieg.

Ihr älterer Name ist Moira. Damit symbolisiert sie auch die drei Moiren, die dreifache Schicksalsgöttin. Man sagt, sie wäre älter als die Zeit. Erst viel später wurde Aphrodite von den Griechen nur noch auf die Liebes- und Schönheitsgöttin reduziert. So sollte ihr Einfluss und ihre grenzenlose Macht beschnitten werden.

Doch zunächst zu ihren „lieblichen Eigenschaften“: Als Verkörperung unwiderstehlicher weiblicher Schönheit ist Aphrodite eine der meist besungenen mythologischen Frauengestalten.

Ihr Name bedeutet „Schaumgeborene“. Aphrodite ist ewig jung, ständig neu aus den Wellen geboren. Sie verdeutlicht auch die Verbindung zwischen dem Wasser und der Sexualität. Die Wellen machen Töne, als würden sie seufzen, wenn sie gegen den Strand spülen, der Geschmack des Meeres ist salzig, der Meerschaum ist weiß, wie die Liebessäfte des Mannes, die Wellen stoßen vor und zurück, manchmal sanft und langsam, manchmal schnell und energisch, Meeresmuscheln erinnern an die Vulva, ihre Perlen an die Klitoris. Das Meer kann an einem heißen Sommertag prickelnd erfrischen wie eine neue Liebe aber auch in unendliche Tiefen hinab ziehen.

Sie lebt ganz im Augenblick. Nichts bedeutet ihr mehr, als die völlige Hingabe an einen Augenblick vollkommener Liebeserfüllung. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen existieren für sie in einer anderen Welt. Die Göttin der Liebe ist nur der Liebe verpflichtet.

Mit ihrem unvergleichlichen Zauber versteht sie, alles in himmlischen Glanz zu hüllen. Wendet sich Aphrodite einem Wesen zu, so entfacht sie einen Sturm unsagbarer, süßer Gefühle, die eine Ahnung zurücklassen, wie die Göttin uns gemeint hat. Wendet sie sich jedoch wieder ab, kann man in die tiefsten Abgründe voll Verzweiflung und bitterem Gram stürzen (wer hat diese Eigenschaften der Aphrodite bei Liebesfreud und Liebesleid noch nicht erlebt?).

Aphrodites natürliches Gesetz des Matriarchats

Aphrodite regiert die Welt mit dem sogenannten Ius naturae, dem natürlichen Gesetz des Matriarchats.

Demnach ist jeder Mensch von Natur aus (also nicht durch Konvention) mit unveräußerlichen Rechten ausgestattet  – unabhängig von Geschlecht, Alter, Ort, Staatszugehörigkeit oder der Zeit und der Staatsform, in der er oder sie lebt. Dazu gehören das Recht auf Leben und auf Unversehrtheit sowie das Recht auf persönliche Freiheit. Die matriarchalen Naturrechte werden als vor- und überstaatliche „ewige“ Rechte angesehen.

Damit wird das oberflächliche Sinnbild einer jungen, schönen, verführerischen Frau relativiert. Bei genauerer Betrachtung wird schnell sichtbar, wie, im wahrsten Sinn des Wortes, durchsichtig die Versuche sind, ihr wirkliches Wesen zu verschleiern.

Aphrodite ist eine mächtige, kraftvolle, eigensinnige, selbständige und selbstbestimmte Göttin. Sie weiß, was sie will, was ihr zusteht und nimmt sich dies auch. Sie lässt sich nicht in patriarchale Schablonen pressen. Sie ist nichts und niemanden zugehörig und entscheidet aus ihrer tiefen inneren Weisheit, genauso, wie sie selbst aus den Tiefen des Ozeans empor gestiegen ist.

Auch wenn diese Werte sogar im alten Griechenland nicht mehr gegolten haben und sich die Lebensumstände der Frauen ständig verändern – Aphrodite ist eine Göttin für jene Frauen, die sich unter allen Umständen selbst treu bleiben.

Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Kaum zu glauben, dass Aphrodite auch als Kriegsgöttin verehrt wurde. Aber wie viele Kriege sind schon durch unerfüllte oder zurück gewiesene Liebe ausgelöst worden. Überliefert ist jener durch Eris, der Göttin der Zwietracht, verursachte Streit um den Preis der Schönheit, der den Trojanischen Krieg ausgelöst hat.

Der Erzählung nach soll Eris, die einzige Göttin, die nicht zur Hochzeit von König Peleus und der Meeresnymphe Thetis eingeladen war, voller Groll einen goldenen Apfel mit der Inschrift Kallisti „Der Schönsten“  in die versammelte Hochzeitsgesellschaft gerollt und damit einen Streit zwischen Hera, Athena und Aphrodite ausgelöst haben, weil jede der Göttinnen den Apfel für sich beanspruchte. Als Zeus sich weigerte, ein Urteil zwischen den Göttinnen zu fällen, übertrugen sie dem Hirtenjungen Paris diese Entscheidung.

Jede der drei Göttinnen wollte ihn bestechen: Hera versprach politische Macht und Dominanz in Asien, Athena Weisheit und Kriegskunst. Aphrodite jedoch las Paris‘ Wünsche am klarsten, indem sie ihm die schönste Frau auf Erden versprach.

Dieser entschied sich für Aphrodite und wählte als Belohnung Helena von Troja, Gemahlin des griechischen Königs Menelaos. Seine Entführung der Helena entfachte den Trojanischen Krieg. Soweit die Überlieferung, die natürlich klar in einem patriarchal geprägten Zusammenhang gesehen werden muss.

Schuld an Kriegen und Auseinandersetzungen sind bemerkenswerter Weise nicht entscheidungsschwache und bestechliche Männer, Clanchefs, Götterväter, Vorstandvorsitzende, Staatspräsidenten, die ihre eigenen Machtstrategien fahren, sondern kleine Mitläufer oder rachsüchtige, beleidigte, eitle und hintertriebene Frauen.

Eine seltsame Rolle spielt hier zuerst einmal der eigentlich bedauernswerte Paris. Der Göttervater will den Streit zwischen seinen beiden Töchtern Athena und Aphrodite und seiner Frau Hera nicht entscheiden oder – noch besser – ein Machtwort zu sprechen und den Apfel schlicht der auf einer Hochzeit Schönsten, nämlich der Braut zu geben, der dieses Fruchtbarkeitssymbol ja wohl auch gegolten hat. Statt dessen wird statt ihm ein einfacher Hirtenjunge gewählt. Der trägt jetzt die Verantwortung, der ist dann auch an allem Schuld.

Damit sind wir bei einem sehr aktuellen Thema: Wie oft kennen wir das aus unserer Zeit. Während die Köpfe kleiner Angestellter „rollen“, entziehen sich die großen Konzernbosse jeglicher Verantwortung …

Die „zerstückelte“ Göttin

In dieser Geschichte ist vor allem aber auch gut sichtbar, wie die Große Göttin am Übergang vom Matriarchat in das Patriarchat in verschiedene Aspekte zerstückelt wird und wie gezielt gesäte und genährte Zwietracht unter den Frauen funktioniert. Macht und Dominanz gegen Erotik und Sex gegen Intelligenz und Ruhm. In der männlich eindimensionalen Welt ist es kaum vorstellbar, dass eine einzige Frau (oder sogar Göttin) all diese Prädikate in sich hat und auch verschenken kann.

Dass man einer Göttin (und somit alle Frauen als Vertreterinnen der Göttin) diese Allmacht zugesteht, ist natürlich höchst gefährlich. Daher wurde die sehr umfassende Aphrodite auch auf ihre Schönheits- und Liebesaspekte reduziert. Dennoch musste sie für die Rechtfertigung eines Krieges herhalten, ohne ihr auch den definierten Aspekt der Kriegsgöttin zuzugestehen.

Auch Hera und Athena bekommen ihren Platz in diesem makaberen Spiel. Sie alle drei unterstützen auf entscheidende Weise die jeweiligen Parteien. Wie auch heute noch den Mädchen und Frauen beigebracht wird, in einander entzweiender Weise verschiedene männliche Positionen zu unterstützen. Eine hervorragend funktionierende Methode, um das Patriarchat beständig aufrecht zu erhalten.

Verbindung des Himmels mit dem fruchtbaren Leib des Meeres

Über die Herkunft von Aphrodite gibt es in der griechischen Mythologie verschiedene Versionen: Zum einen heißt es, sie sei aus der Verbindung des Himmels mit dem fruchtbaren Leib des Meeres entstanden. Bei Homer ist sie Tochter des Zeus und der Erdgöttin Dione.

Die wohl bekannteste Version geht auf jene Begebenheit zurück, als Kronos seinen Vater Uranos entmannte. Er hatte die Geschlechtsteile seines Vaters ins Meer (das Urweibliche, der Ur-Mutterschoß) geschleudert und es bildete sich ein Schaum, aus dem Aphrodite vor Paphos auf Zypern entstieg und unter Blütenduft und Sphärenklängen ans Ufer schritt. Aphrodite nennt man daher auch oft „die aus dem Meer Aufsteigende“ oder „die Emporgetauchte“.

Nachdem Aphrodite im Olymp aufgenommen war, wurde sie Adoptivtochter von Zeus. Aphrodite war die Gattin des Hephaistos, dem missgestalteten, hinkenden Gott des Feuers, der Schmiede und Handwerker.

Ihr Sohn ist Eros (Erfinder der Erotik). Sein Vater schmiedete für den Nachwuchs einen scheinbar unerschöpflichen Vorrat der berühmten Pfeile, die Eros heute noch in Massen benutzt. Sie hintergeht Hephaistos unter anderem mit Hermes, Poseidon, Dionysos und Adonis und ihrem favorisierten Liebhaber, Kriegsgott Ares, mit dem sie einige Kinder hat. Myrte, Taube, Sperling, Schildkröte und Hase sind Aphrodite heilig. Sie wird oft mit der Rose, dem Apfel, einem Blütengürtel aus Mohnblumen, Kauri-Muscheln sowie mit Spiegel und Kamm (den magischen Schönheitswerkzeugen der Frauen) in Verbindung gebracht.

Der Monat Aphrilis (April) ist der Göttin Aphrodite geweiht.

Urgewalt der Liebe

Seit Anbeginn der Zeit wird Aphrodite – die Unwiderstehliche – in Liebesdingen um Hilfe gebeten. Sie weiß um die Geheimnisse der Sinnlichkeit. Sie ist die Urgewalt der Liebe. Ihre AnhängerInnen, gleich welchen Geschlechts, lehrt sie die hohe Kunst der Verführung und der alles gewährenden Hingabe, befreit die erotische Phantasie, schenkt ungezügelte Zärtlichkeit und tabu-freien, lustvollen Sex.

Aphrodite, die aus dem Meer entstiegen ist, schenkt Frauen ganze Ozeane voll Lust, lässt sie aber auch tief in ihre Gefühle und Sehnsüchte steigen. Es ist gut, diese emporzutauchen und im Namen Aphrodites auch auszusprechen und auszuleben.

Frauen, die Aphrodite und ihren Zauber rufen wollen, tun dies am besten, indem sie sich in einem ausgiebigen Schaumbad rekeln, sich mit Perlen schmücken, mit Rosenwasser benetzen und auf ihr Liebeslager Rosen, Veilchen, Myrte und Rosmarin streuen.

Sie kleiden sich in meergrüne Gewänder und halten Honig, Feigen, Pfirsiche, Granatäpfel und Quitten als kleine Leckereien für zwischendurch bereit. Und vor allem wird sie geehrt, indem Frauen auf jegliche gesellschaftliche und religiöse Konventionen, was Zuneigung, Liebe und Sexualität angeht, pfeifen. Aphrodite hilft Frauen, sich in ihrem Körper wohl zu fühlen, ihr ganzes persönliches Wesen anzuerkennen und zu ehren sowie alle Stärken und Eigenschaften zu genießen und einzusetzen.

Denn – wie erwähnt – ist sie nicht die eindimensionale Schönheits- und Liebesgöttin sondern steht für das allumfassende Wesen und das tiefgründige Wissen in jeder Frau.

Quelle: Aphrodite

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Buchtipps: (einfach auf das Bild klicken)

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25. November – Sankt Kathrein stellt’s Tanzen ein

Quelle: https://artedeablog.wordpress.com/2015/11/25/25-november-sankt-kathrein-stellts-tanzen-ein/

Wilbeth1Sankt Kathrein stellt’s Tanzen ein – aus ist es mit den Vergnügungen am heutigen 25. November, dem Katharinentag.

Jetzt wird’s ernst. Jetzt beginnt der Advent und damit die stille, auch fromme Jahreszeit.
Das allerdings auch nicht überall. So feiern die Schneiderinnen in Pariser Modehäusern, die bis bis heute nach der katholischen Heiligen „Cathérinettes“ heißen, diesen Tag mit Champagner!

Die Heilige Katharina, der von der katholischen Kirche mangels an historischen Beweisen ihre Heiligkeit ohnehin wieder aberkannt wurde, basiert auf der jugendlichen Kraft der alten Muttergöttinnen, der Bethen. Sie ist die Wilbeth, die keltisch-alpenländische Mondmutter, jene, die den Lebensfaden spinnt, die zu dem „Heiligen Madl mit dem Radl“ wurde.

Das Rad der Wilbeth

Was eine ordentliche Heilige war, die brauchte auch eine wirklich schreckliche Märtyrerinnen-Geschichte. Also verwandelte man das Rad der Wilbeth, das für das Lebensrad, das Sonnenrad, das Rad der Jahreszeiten und natürlich das symbolträchtigen Spinnrad steht, in ein Folterrad, auf das sie aufgespannt wurde und das ihr alle Knochen brach. Aus dem Lebensrad wurde also ein Marter- und Tötungsinstrument
Für mich immer schon unverständlich, wie die Menschen ticken, für die solche Geschichten so faszinierend sind, dass sie den damit zusammenhängenden Glauben gut finden.
Aber das ist eine andere Geschichte.

Heute Nacht noch einmal tanzen

Was der Katharinen-Tag früher offenbar wirklich einstellte, waren die Räder. So heißt der erweiterte Spruch auch: Kathrein stellt Tanz und Räder ein.
Percht2An diesem Stichtag wurde das letzte Vieh von der freien Weide in den Stall verbracht, jetzt begann die Schafschur. Die Wagen-Räder standen endgültig still – und wurden durch Schlitten ersetzt. Dafür wurden die Spinnräder herausgeholt – um die Wolle der geschorenen Schafe zu verarbeiten.
Die Wolle sollte übrigens bis zu Beginn der Rauhnächte (21. bzw. 24. Dezember) gesponnen sein, denn da kontrolliert dann die Percht, ob die Spulen abgewickelt und die Rocken leer gesponnen sind.

Dieses offizielle Ende der anstrengenden Jahreszeit draußen in Wald, Flur und Feld und der Rückzug in die Häuser und damit der Beginn der häuslichen Arbeit, aber auch der entbehrungsreichen Zeit des Winters, wurde am Abend des 25. November noch einmal tanzend gefeiert: mit dem Kathreintanz, einem Höhepunkt im Bauernjahr.
Dieser Rückzug in die Höfe und Häuser war oft so rigoros, dass diese Tanzveranstaltung auch für Monate die letzte Chance war, sich einen Liebsten, eine Liebste anzulachen, was die kalte Jahreszeit ja durchaus erwärmen konnte.
Zumal Mägde und Knechte an diesem Tag ihren Lohn bekamen und die Stellung wechseln konnten.

Besonders in diesem Jahr sollten wir den Brauch des Kathreintanzes hochleben lassen, haben wir doch heute Nacht einen wunderbaren Vollmond, unter dem es sich gut tanzen lässt.
Und danach wird es gleich doppelt dunkel. Die Tage werden zunehmend und merklich immer kürzer und die Nächte immer weniger vom Mond beschienen. Den nächsten Vollmond haben wir erst wieder nach der Wintersonnenwende am 25. Dezember.

Entschleunigung um Kalorien zu sparen

Vorrang vor der Tanzerei und anderen raschen Drehbewegungen hatte im keltischen Winter die „Entschleunigung”, die – auch aus magischen Gründen – dazu da war, um neue Kräfte zu sammeln.

So heißt es auch: „Kathrein schließt Bass und Geigen ein”, was auch das Ende aller dörflichen Tanzveranstaltungen anzeigte und die sogenannte geschlossene Zeit einleitete.
Was mir bei näherer Betrachtung auch sinnvoll erscheint. Galt es doch, so wenig wie möglich Kalorien zu verbrauchen, damit die eingelagerten Nahrungsmittel bis in das Frühjahr ausreichen konnten.
Schließlich dreht sich das „Rad der Wilbeth“ im Laufe des Jahreskreises ja auch in den Winter, in dem die Natur alle Kraft in die Wurzeln zieht.
Und diese Herangehensweise ist mir viel lieber als diese hektische Vorweihnachtszeit mit all den idiotisch erleuchteten Einkaufsstraßen.
Und ab und zu ein Glaserl Champagner zwischendurch zu Ehren der französischen Cathérinettes können wir uns schon gönnen – einfach des Kreislaufs wegen ;o)

Weitere Informationen zu den erwähnten Göttinnen:

Bethen
Percht
Wilbeth

Quelle: https://artedeablog.wordpress.com/2015/11/25/25-november-sankt-kathrein-stellts-tanzen-ein/

Hekate

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(Bild: Quelle)

Die Nacht der Hekate

In der Nacht des 16. Novembers wird traditionell die griechischen Göttin Hekate gefeiert.

Hekate ist eine der am meisten missverstandenen Göttinnen der Antike, um die sich viele Fehlinterpretationen und Fehlinformationen ranken. Sie wird meist auf ihren dunklen Aspekt der alten Frau an den Wegkreuzungen reduziert. Ihre ursprüngliche Rolle war jedoch sehr viel umfassender. Sie war eine „Große Göttin“, die Mondmutter, Himmelskönigin, Mutter allen Lebens und sie repräsentiert eine der ältesten Versionen der dreifachen Göttin.

Im alten Griechenland war Hekate einer der vielen Namen für die ursprüngliche weibliche Trinität, die über den Himmel, die Erde und die Unterwelt herrschte.

Hekate – so war man von der Antike bis ins Mittelalter überzeugt – ist bei allen Veränderungen anwesend.

Sie öffnet uns die Tore ins Leben, behütet und beschützt alle wichtigen Übergänge die das Leben mit sich bringt von Wachstum, Reife, Alter bis hin zum Tod und wieder in ein neues Leben. Sie wacht über die Pforten zwischen den Welten und kann uns nicht nur helfen, Pforten in neue Lebensumstände zu öffnen sondern auch die Pforten zu schließen, wenn wir Dinge hinter uns lassen wollen.

Diese beiden großen Schwellenübertritte im Leben eines Menschen sind die Zeit höchster Offenheit. Alle drei Welten (Himmel, Erde und „Unterwelt“) stehen gleichsam zur Verfügung und bergen Gefahren für die Seele des Menschen. Dies geschieht auch bei den Schwellenübergängen von einer Lebensphase in die nächste. In diesen Zeiten haben Menschen oft das Gefühl, als würden Krisen und Depressionen sie verschlingen. Und da hat man früher auf den Schutz und das Geleit der Hekate gezählt, die oft mit 2 Fackeln gezeigt wird, mit denen sie den Weg durch die Dunkelheit erhellt.

Als „Hekate der drei Wege“ kann sie gleichzeitig in drei Richtungen schauen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Hekate wird daher von Frauen besonders gerne um Unterstützung gebeten, wenn diese an „Wegkreuzungen“ ihres Lebens angelangt sind und sich entscheiden müssen, welcher Weg nun eingeschlagen werden soll.
Sie lehrt die Weisheit, Dinge hinter sich zu lassen, Altes abzuschließen um Neues beginnen zu können.

Seit jeher wird sie daher besonders an dreigabeligen Wegkreuzungen verehrt. Geschenke für die Göttin oder Statuen von ihr findet man noch heute auf Altären am Wegesrand, auf Friedhöfen sowie bei Hauseingängen und Türschwellen.

Als ihr großer Festtag – oder eher Festnacht gilt der 16. November oder auch die Nacht des November-Neumonds, das ist heuer der 22. November.

In dieser Nacht scheint sie besonders auskunftsfreudig. Wenn eine Entscheidung ansteht, dann kann man heute Nacht einmal ausprobieren, mit der Kraft der Hekate Klarheit zu bekommen.

Stell dich auf eine Kreuzung mit 3 Wegen. Bestimme, welche Lösungsmöglichkeit jeder dieser Weg symbolisiert. Bedenke dabei: Es gibt immer (mindestens) 3 Varianten. Wenn du bei einer Entscheidung nur ein „ja“ oder „nein“ ein „für“ oder „wider“, ein „schwarz“ oder „weiß“ hast, dann suche nach der 3. Möglichkeit.

Wenn du diese 3 Varianten hast – diese können sich beim Verweilen am Kreuzungspunkt der Wege erst auch zeigen oder verändern – dann gehe langsam jeden Weg hinein und spüre hin. Eine der „Zauberformeln“ der Hekate ist nämlich Intuition und Bauchgefühl. Gerade bei Krisen- und Übergangssituationen, bei Entscheidungen und den Sprung hinein ins Neue, ins Unbekannte hilft meist nicht Logik und Verstand. Dein Körpergefühl kann dir bei so einem Hekate-Ritual ganz eindeutig vermitteln, welcher Weg der stimmigste ist.

Wenn du magst, kannst du dir auch Fragen stellen (Beispiele für Fragen der Hekate findest du untenstehend, du kannst sie ausschneiden und dir in die Jackentasche stecken und jeweils 1-3 Fragen an jedem Weg ziehen).

Die heutige Nacht ist auch ein guter Zeitpunkt, um an Wegkreuzungen kleine Gaben und Speisen für die Göttin zu hinterlassen als Würdigung der “kosmischen Hebamme”.

Aber natürlich kannst du nicht nur die Nacht des 16. Novembers für ein Hekate-Ritual nutzen, sie steht auch an allen anderen Nächten mit ihren Fackeln an den Wegkreuzungen bereit.

Fragen der Hekate:

Wenn du diesen Weg wählst:

Was musst du loslassen / hinter dir lassen?

Was ist das größte Risiko?

Welche Unterstützung brauchst du?

Wer ist davon noch betroffen?

Was bleibt so wie es ist?

Welche deiner Fähigkeiten müsstest du einsetzen?

Welche Verhaltensweise musst du aufgeben?

Was müsstest du tun, damit dieser Weg nicht zum Erfolg führt?

Was wäre der erste Schritt auf diesem Weg?

Wie fühlt sich hier dein Körper an? Welchen Bereich deines Körpers spürst du am stärksten? In welcher Weise?

Woran genau erkennst du, dass dieser Weg der richtige ist? Was fühlst du dabei?

Wann möchtest du am Ziel dieses Weges angelangt sein?

Was macht dich froh?

Was sollst du auf diesem Weg keinesfalls tun?

Wie fühlt sich gerade dein linkes Knie (dein rechtes Ohr, dein Nabel, deine Oberlippe ……) an? Hat es vielleicht eine Botschaft für dich?

Von wem erwartest du was, wenn du diesen Weg beschreitest?

Bleibst du dir hier etwas schuldig?

Kennst du wen, der einen ähnlichen Weg gewählt hat?

Welche Einschränkungen müsstest du hier in Kauf nehmen?

Wer hat einen Vorteil daraus, wenn du diesen Weg nicht wählst?

Brauchst du für diesen Weg Mut?

Was wäre ein Zeichen dafür, dass dieser Weg ein guter ist?

Was genau möchtest du erreichen?

Was ist jetzt gerade für dich wichtig?

Was machst du auf diesem Weg innerhalb der nächsten 48 Stunden?

Quelle: Die Nacht der Hekate

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Wikipedia: Hekate (griechisch Ἑκάτη) ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Magie, der Theurgie, der Nekromantie und des Gespensterspuks. Sie ist die Göttin der Wegkreuzungen, Schwellen und Übergänge, die Wächterin der Tore zwischen den Welten.

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Weitere Infos über Hekate:

Hekate – Griechische pre-olympische Göttin der Wegkreuzungen, Schwellen und Übergänge, der Verwandlung, der Zauberkunst und Magie

Göttin der Wegkreuzungen

Hekate gilt auch als Wächterin der Tore zwischen den Welten, Göttin der Erde, des Lebens, des Wachstums und auch Göttin des Todes. Hekate ist eine der am meisten missverstandenen Göttinnen der Antike, um die sich viele Fehlinterpretationen und Fehlinformationen ranken. Sie wird meist auf ihren dunklen Aspekt der alten Frau an den Wegkreuzungen reduziert.

Ihre ursprüngliche Rolle war jedoch sehr viel umfassender. Sie war eine „Große Göttin“, die Mondmutter, Himmelskönigin, Mutter allen Lebens und sie repräsentiert eine der ältesten Versionen der dreifachen Göttin. Im alten Griechenland war Hekate einer der vielen Namen für die ursprüngliche weibliche Trinität, die über den Himmel, die Erde und die Unterwelt herrschte. Hesiod beschreibt sie als eine den Menschen sehr hilfreiche Göttin, sie schenkt den HirtInnen fruchtbare Herden, den FischerInnen volle Netze, den JägerInnen reiche Beute, den AthletInnen und KriegerInnen Erfolg und Glück im Kampf (bzw. Wettkampf) und sie ist neben Zeus die einzige Gottheit, die den Menschen jeden Wunsch erfüllen oder verweigern kann.

Die dunkle Frau aus Afrika

Hekate hat ihren Ursprung in Kleinasien. Sie wird auch die „dunkle Frau aus Afrika“ genannt. Die ägyptische Göttin der Geburtshelferinnen, Heqit oder Heket oder Hekat liegt ihr wahrscheinlich zugrunde. Diese hat sich wiederum aus der Heq, der Stammesmutter des vordynastischen Ägypten entwickelt. Letztere war eine weise Frau; sie beherrschte die „Hekau“ oder „mütterlichen Worte der Kraft“ – Zauberworte, die entstehen oder zerstören lassen.

Hekate ist damit die personifizierte Magie des Wortes. In der griechischen Mythologie gilt sie u.a. als Titanin, die selbst von Zeus verehrt und gefürchtet wurde. Hekate ist die Göttin der Verwandlung und regelt alle Übergänge im Leben. Sie beschützt die Gebärenden und die Kinder bei der Geburt  und ist dann auch Helferin beim Tod bzw. führt die Toten in der Unterwelt. Sie bewacht die Schwelle des Hades und führt mit ihrer Fackel die Suchenden auf ihrem Weg.

Bei allen Veränderungen anwesend

Sie öffnet uns die Tore ins Leben und ist bei allen Veränderungen anwesend, von Geburt, Wachstum, Reife, Alter, Tod und wieder in ein neues Leben. Sie wacht über die Pforten zwischen den Welten und kann uns nicht nur helfen, Pforten in neue Lebensumstände zu öffnen sondern auch die Pforten zu schließen, wenn wir Dinge hinter uns lassen wollen.

Diese beiden großen Schwellenübertritte im Leben eines Menschen sind die Zeit höchster Offenheit. Alle drei Welten stehen gleichsam zur Verfügung und bergen Gefahren für die Seele des Menschen. Dies geschieht auch bei den  Schwellenübergängen von einer Lebensphase in die nächste.

In diesen Zeiten haben Menschen oft das Gefühl, als würden Krisen und Depressionen sie verschlingen. Es erscheint den Betroffenen so, als befänden sich auf der Nachtmährfahrt der Seele. Sie erleben eine innere Hölle, irren in der (seelischen) Schattenwelt umher, fühlen sich mehr tot als lebendig, fallen in schwarze Löcher. In diesen Zeiten riefen die Menschen der Antike die Göttin Hekate um Hilfe. Sie ist die Beschützerin auf diesen Irrfahrten der Seele.

Sie kennt den Bannspruch, weiß die Zauberformel und gibt diese bereitwillig Preis, wenn man ihre Macht des gigantischen weiblichen Urmeeres der Seele anerkennt. Mit Hilfe der Hekate findet die auf dem Urmeer führungslos umher treibende Seele sicher die Inseln der (neuen) Klarheit und des Lichts. Eine der Zauberformel ist dabei Intuition, deren Göttin Hekate ist. Gerade bei Krisen- und Übergangssituationen, bei Entscheidungen und den Sprung hinein ins Neue, Unbekannte hilft meist nicht Logik und Verstand, das Erklärbare und Materielle. Es muss zumindest eine große Portion „Bauchgefühl“ her, um den richtigen Weg einzuschlagen oder das Licht am Ende des Tunnels wahrzunehmen.

Hekate hilft Frauen mit Intuition und Innenschau ihr alltägliches Leben sinnvoll zu gestalten und sie unterstützt dabei, von Innen her zu handeln und zu entscheiden. Wurde Intuition lange belächelt, so wird diese selbst in der Business-Welt immer mehr anerkannt und eingesetzt.

Die weise Alte bei Neumond

Hekate ist eine der ältesten Mondgöttinnen. Sie hat Demeter geholfen, ihre Tochter Persephone (oder Kore) zu suchen und diese aus der Unterwelt zu befreien. Als Trinität ist diese Göttin daher im Zeichen des zunehmenden Mondes die jungfräuliche Göttin Persephone, im Stadium des Vollmondes Demeter und die „Weise Alte“ Hekate bei Neumond.

In anderen Überlieferungen gehörte sie auch zu der Trinität der Himmelskönigin, die aus der Jungfrau Hebe, der Mutter Hera und der Alten Hekate besteht. Eine weitere Variante der Mondfrau-Dreiheit besteht aus Artemis, die Jungfrau, Selene, die Mutter, und Hekate, die Alte. Das Gestirn der Hekate ist daher der wandelbare Mond, den auch jede Frau spürt: Sie segnet alle Mondphasen und auch die mit ihnen verbundenen „Launen“ (von Luna = Mond kommend), die Frauen dazu befähigen, so vielfältig in ihrem Denken und Handeln zu sein.

Hekate der drei Wege

Die Kraft ihrer Dreifaltigkeit zeigt sich vor allem aber an Wegkreuzungen. Hekate wird häufig mit dreifachem Körper oder drei Köpfen dargestellt. Als „Hekate der drei Wege“ kann sie gleichzeitig in drei Richtungen schauen (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bzw. Unterwelt, Erde und Himmel).

Sie hält bei Entscheidungen drei gleichwertige Varianten bereit. Hekate wird daher von Frauen besonders gerne um Unterstützung gebeten, wenn diese an „Wegkreuzungen“ ihres Lebens angelangt sind und sich entscheiden müssen, welcher Weg nun eingeschlagen werden soll. Sie lehrt die Weisheit, Dinge hinter sich zu lassen, Altes abzuschließen um Neues beginnen zu können.

Seit jeher wird diese Göttin daher besonders an Wegkreuzungen verehrt. Geschenke für die Göttin oder Statuen von ihr findet man noch heute auf Altären am Wegesrand, auf Friedhöfen sowie bei Hauseingängen und Türschwellen. Und sie steht auch am Eingang der Kasernen, wenn die jungen Rekruten einrücken und fragt sie nach dem Verbleib ihres Verstandes und wohin sie eigentlich wollen.

Um Hekate zu rufen, eignen sich daher Plätze, an denen drei Straßen zusammentreffen. Die Bildnisse früherer Zeiten zeigen Hekate als schöne junge Frau mit zwei Fackeln. Später setzen sich die Darstellungen der alten Frau durch, die – oft in Furcht erregender Form – nachts in Begleitung von Hunden die Geister anführt. Geschichten von ihr erzählen, dass sie nachts mit ihrer wilden Jagd umher spukt und Wanderer erschreckt. Sie wurde zum Inbegriff der dunklen Magie und der Verschwörungen.

Doch archäologische Funde zeigen ein ganz anderes Bild der Göttin, lichtbringend, jugendlich, segnend. Daher huldigen ihr auch Reisende bzw. Menschen auf der Wanderschaft vor und während ihrer Reise. Sie bringt uns Licht wenn wir in Dunkelheit wandern und unser Weg verloren ist. Dies gilt im eigentlichen wie im übertragenen Sinne für Wander- und Lebensweg.

Kröte und Frosch als universelles Symbol für Empfängnis

Dargestellt wird Hekate oft auch mit Schlangenhaar, mit drei Armpaaren und 6 Attributen:

  • Fackel,
  • Schwert,
  • Dolch,
  • Strick,
  • Schlüssel und
  • Schlange

Ihre geheiligten Tiere waren (schwarze) Hunde und Wölfe. Meist ist sie von drei Tieren begleitet, die auch in die unterschiedlichen Richtungen schauen. Manchmal hat sie auch drei Tierköpfe (Hund – Stute – Stier). Als heiliges Symbol sind ihr auch die Kröte oder der Frosch zugeordnet, ein universelles Symbol für Empfängnis bzw. den Fötus.

Es gibt übrigens christliche Darstellungen der Maria mit dem Frosch, die uns daran erinnern, dass Hekate, die Große Göttin, durch solche vorübergehenden Phänomene wie eine patriarchale Männerreligion nicht vernichtet werden kann.

Königin der Hexen

Hekate, die Göttin aus dem Altertum war besonders auch im Mittelalter sehr lebendig und wirksam. Von ihr kommen Prophezeiungen, Heilungen, Visionen und Magie. Sie wurde daher als Königin der Geisterwelt und der Hexen verehrt oder gefürchtet.

Die katholischen Geistlichen verteufelten sie besonders, denn ihrer Meinung nach stellten jene Menschen, die sich unter den Schutz Hekates begaben, also die Hebammen, die schlimmste Gefahr für das Christentum dar. Ihr wurde schwarze Magie und allerlei Böses und Unheilvolles angedichtet.

Als Fruchtbarkeitsgöttin lehrt Hekate zudem auch den Dialog mit den Früchten der Erde. Damit übernimmt sie die zwiespältige Rolle der Heilerin und „Giftmischerin“. Hekate-Frauen kennen die Kräuter und Pflanzen, die Heilung, Linderung, aber auch Irrsinn und Leid bringen können. Wie wir wissen, liegt die Kraft von Kräutern und jeglicher Medizin in der Dosierung.

Hekate ermuntert Frauen, sich kundig zu machen, um all ihr Wissen, ihre Kraft und damit auch die Kraft der Pflanzen dosiert einzusetzen. Bis heute als Heilmittel bekannt ist der „Trank der Hekate“, ein Sud aus der inneren Weidenrinde (dem heiligen Baum der Hekate). Seine schmerzlindernde Wirkung verdankt dieses Heilmittel der darin enthaltenen Salicylsäure, die auch die Grundlage für unser heutiges Aspirin bildet.

Inkarnation aller Männerängste

Männer, die Hekate als Inbegriff der Macht der Frauen fürchteten, machten aus der fruchtbaren, lebensspendenden Mutter, das böse, alte Weib, unbe-„herr“-schbar und  damit die Inkarnation aller Männerängste. Scheiterhaufen wurden aufgeschichtet, um die Macht der Hekate, repräsentiert durch die Frauen und Hexen zu zerstören. Wie wir wissen, ist dies nicht gelungen.

Es wurden zwar unendlich viele Frauenleben zerstört, jedoch nicht die Frauenkraft. Hekate als die Hüterin der dunklen Höhle – der Gebärmutter und des Inneren des Labyrinths – hat ihre Macht nicht verloren. So verhilft sie Müttern (den biologischen wie den Verantwortung tragenden) zu einem gesunden Menschenverstand, der die Unterstützung patriarchaler Gewaltherrschaft boykottiert.

Sie korrigiert das allgemein verlogene Mutterbild im Patriarchat, indem sie z.B. jeden einzelnen der jede echte Mutter beleidigenden Muttertage mit ihrer Abgründigkeit gehörig versaut. Hekate pflegt Muttertagssträuße als gemischten Salat zu verspeisen.

Die größte Bedrohung ist gleichzeitig die größte Macht

Auch heute noch werden Frauen physisch, psychisch und mental bedroht – um sie klein zu halten, vielfach aus Angst davor, dass diese besser, schlauer, stärker, geschickter sein könnten als Männer. Wo die größte Bedrohung ist, ist allerdings auch die größte Macht. Frauen, die von Männern bedroht werden, können sich die Kraft der Hekate zunutze machen. Es geht nicht darum, sich aus Angst klein und dumm zu machen.

Indem Frauen sich der Energie der mächtigen Ur-Göttin, die auch in jeder Frau steckt bewusst machen, wird jedes ihrer Worte, Taten, Blicke zum Inbegriff der Stärke, Kraft und Macht. Der Facettenreichtum vom Hekate spiegelt sich auch in ihren zahlreichen Beinamen  wider:

  • Phosphoros (Lichtbringer)
  • Propolos (Führer)
  • Propylaia (Torhüterin)
  • Enodia (die am Wege)
  • Triformis (Dreifaltige)
  • Trioditis bzw. Trivia (Dreiwege)
  • Chtonia (von der Erde)
  • Melana (die Schwarze)
  • Skotia (die des dunklen Ortes)
  • Soteira (Erlöserin)
  • Kourotrophos (Pflegerin)
  • Perseis (Licht)
  • Kleidukos (Schlüsseltragende)
  • Ourania (Himmlische)
  • Atropaia (das Böse Fernhaltende)

Rufen, Bannen, Lösen, Wandeln und Gestaltgeben

Hekate hilft Frauen bei den alten magischen Künsten des Rufens, Bannens, Lösens, des Wandelns und Gestaltgebens. Frauen, die sich mit der Kraft von Hekate verbünden, finden klare Entscheidungen, überwinden schwierige Situationen, koppeln sich an die größte weibliche Ur-Energie an. Damit ist Hekate keine Göttin für Frauen, die sich vom Schicksal bedienen lassen wollen.

Sie fordert Frauen auf, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten. Das heißt aber auch, sich dem eigenen inneren Chaos zu stellen, bereit zu sein, eine Reise in die Abgründe der eigenen Unterwelt anzutreten und dem eigenen dunklen Spiegelbild zu begegnen. Hekate fordert Frauen auf, los zu lassen, einengende Situationen, bedrohliche Menschen zu verlassen und den Sprung ins Ungewisse zu wagen.

Die drei Reiche der Göttin

Die Begegnung mit Hekate bedeutet im Leben einer Frau, dass sie ihre Welt auf scheinheilige und scheinharmonische Aspekte genau untersuchen muss und jene Dinge, die in ihrem Leben nutzlos geworden sind, endlich über Bord wirft.

Fällt dies schwer können Frauen, all das in einem Ritual Hekate übergeben, sie wird alles auf ihrem Komposthaufen wieder verwerten. Hekate-Frauen erkennen und akzeptieren, dass alle drei Reiche der Göttin existieren: Himmel, Erde und Unterwelt – und dass alle drei ihren Platz im Leben fordern. Geschieht dies, wird jede Frau zur Hüterin der Geheimnisse um Leben und Tod, zu einer wirklich Wissenden, einer Magierin im besten Sinne des Wortes.

 Quelle: Hekate

** Göttin **

 

goettin

Du sanfte wilde schöne Göttin,
laß Dich küssen von Deiner Muse.

Laß Dich küssen von Deiner Zärtlichkeit,
die Dir INNe wohnt.

Laß Dich berühren von der Ekstase
des wundervollen unberührbaren SEINs.

Sei wild und unerschöpflich in Deiner göttlichen Schöpfer ~ Kraft,
in Deinem heiligen Tempel.

In Deinem Gral.

Steige hinab in die tiefsten Tiefen Deines Seins.

Werde eins mit Dir und Deiner Kraft.

Du bist vollkommen in Deiner Göttlichkeit im Tun und Wirken.

Küsse sanft, wild und zärtlich,
alles was Deine Sinne,
Dein Herz und Dein SEIN berührt.

Sei eins mit allem was IST.

Du bist LIEBE.

Du bist LICHT.

… ** ** …

Text: ~ Anja Sylvie Aude Klotz
Image: Unbekannt
www.artedelbelcanto.de

Quelle: Das Juwel der Mondgöttin

Eine Göttin

„Eine Göttin ist eine Frau, die aus ihrer eigenen tiefsten Tiefe auftaucht. Sie ist eine Frau, die ehrlich ihre Dunkelheit erkundet hat und die gelernt hat, ihr Licht zu feiern. Sie ist eine Frau, die in der Lage ist, sich in die großartigen Möglichkeiten, die in ihr schlummern, zu verlieben.
Sie ist eine Frau, die die magischen und mysteriösen Plätze in sich kennt, die heiligen Plätze, die ihre Seele nähren und sie ganz machen können. Sie ist eine Frau, die Licht ausstrahlt.

Sie ist anziehend. Sie betritt einen Raum und Männer ebenso wie Frauen spüren ihre Anwesenheit. Sie hat gleichzeitig Kraft und Sanftheit. Sie hat kraftvolle sexuelle Energie, die nicht von physischem Aussehen abhängig ist. Sie hat einen Körper, den sie anbetet und es wird deutlich, in der Art und Weise, wie sie behaglich darin lebt und sich darin bewegt. Sie schätzt Schönheit, Licht und Liebe. Sie ist allen Kindern eine Mutter. Sie fließt mit dem Leben in müheloser Anmut. Sie kann heilen mit einem Blick oder einer Berührung der Hand. Sie ist wild, sinnlich und furchtlos erotisch und verpflichtet sich dem Sex, als ihre Art, mit jemand anderem das Göttliche zu berühren. Sie ist Mitgefühl und Weisheit. Sie ist eine Sucherin der Wahrheit und sorgt sich tief um etwas, das größer ist als sie selbst. Sie ist eine Frau, die weiß, dass ihre Bestimmung im Leben ist, höher zu gelangen und mit Liebe zu regieren. Sie ist Frau, verliebt in die Liebe. Sie weiß, dass Freude ihre Bestimmung ist und indem sie sie umarmt und sie mit anderen teilt, werden Wunden geheilt. Sie ist eine Frau, die erfahren hat, dass ihr Partner ebenso zärtlich, verloren und verängstigt ist, wie sie es zu bestimmten Zeiten war. Sie hat schließlich die Narben des Jungen in ihm verstanden und weiß, dass miteinander, die Liebe die Erleichterung, die Heilung all ihrer Wunden sein kann. Sie ist eine Frau, die sich so annehmen kann, wie sie ist. Sie kann andere annehmen, wie sie sind. Sie kann sich selbst ihre Fehler vergeben und sich nicht von denen anderer bedroht fühlen, sogar, wenn sie angegriffen wird. Sie ist eine Frau, die um Hilfe bitten kann, wenn sie sie braucht oder helfen kann, wenn sie darum gebeten wird. Sie respektiert Grenzen, ihre und die anderer. Sie kann Gott in den Augen anderer sehen. Sie kann Gott in ihren eigenen sehen. Sie kann Gott in jeder Lebenssituation sehen. Sie ist eine Frau, die Verantwortung übernimmt für alles, was sie sich in ihrem Leben kreiert. Sie ist eine Frau, die vollständig unterstützend und gebend ist. Sie ist eine Göttin.“

lapona

art unbekannt

Quelle:

 Hedi Thoma https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10206846882924299&set=a.1686935946922.91174.1643388564&type=3&theater