Archiv | 5. Dezember 2015

Ein bewusster Mann

Ein bewusster Mann

Ein bewusster Mann ist beständig.

Du brauchst dich nie zu sorgen, welche Version von ihm heimkommt.

Es gibt nur eine Version von ihm, es ist ein Mann, dem du vertrauen kannst.

Er ist stets beständig, vor allem, wenn das Leben herausfordernd wird.

Ein bewusster Mann hält sein Wort.

Wenn er sagt, er kommt um 6 nach Hause, dann tut er es.

Wenn er sagt, er ruft dich zurück, dann tut er es.

Wenn du einen schweren Tag hattest und er dir verspricht, dass er dich ausführt, dann tut er es.

Ein bewusster Mann liebt seine Frau exklusiv.

Wenn sich ein bewusster Mann an dich bindet,

dann bist du es, du bist sicher, du bist beschützt, du bist geliebt.

Warte auf diesen Mann.

Ein Mann, der am Gipfel seines Lebens angekommen ist,

der ohne Ausreden lebt und immer auch das tut, was er sagt.

Warte auf den Mann, der weiß, was er ist und wonach er sucht.

Ein Mann, der Liebe geben und empfangen kann.

Ein Mann, der seine Wahrheit lebt und keine Angst vor seinen und deinen Gefühlen hat.

Warte auf den Mann, der dich einlädt, in seine Brust zu kriechen,

und zu weinen, bis deine Tränen getrocknet sind.

Warte auf den Mann, der deine Energie lesen kann,

der es versteht, einen sicheren Raum zu schaffen.

Gib dich nicht mit weniger zufrieden. Das Warten ist es wert.

Jennifer Funk

art unbekannt

Quelle: Ein bewusster Mann

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Das Geheimnis

Das Geheimnis

Ein Mann kam an die Tür der Geliebten und klopfte. Eine Stimme fragte: „Wer ist da?“ – „Ich bin es“, antwortete er. Da sagte die Stimme: „Hier ist nicht genug Platz für mich und dich.“ Und die Tür blieb geschlossen. Nach einem Jahr der Einsamkeit und Entbehrung kam der Mann wieder und klopfte. Von drinnen fragte eine Stimme: „Wer ist da?“ – „Du bist es“, sagte der Mann. Und die Tür wurde ihm geöffnet. (Rumi)

Heute schläft man miteinander, einst hieß es: „Sie erkannten sich.“ Das Geheimnis kam abhanden.

Es scheint, als sei die Sexualität mittlerweile zu einer Leistungsarena oder sogar zu einem Konsumartikel geworden. Das Geheimnis aber – zwei Menschen, die sich begegnen, zwei Körper, die miteinander sprechen, sich berühren und zusammenfinden zu einem Tanz, der beide umarmt und über beide hinausgeht, – ist verloren gegangen.

Stattdessen bestimmen oft eingefahrene Gewohnheiten, Erwartungen und Leistungsdenken den Raum der sexuellen Begegnung. Ausgefeilte Techniken sollen (vorzugsweise) zum multiplen Ganzkörperorgasmus führen. Und vielmehr scheinen Männer wie Frauen das Kostbarste von sich zu einem Leistungsgegenstand zu machen, so wie sich selbst.
Dabei ist die Schönheit einer sexuellen Begegnung nicht abhängig vom Orgasmus, sondern allein von der Schönheit des Kontakts. Und Erfüllung passiert nicht, wenn wir Erwartungen oder Vorstellungen haben. Sie geschieht dort, wo wir es wagen leer zu sein und uns ganz dem Augenblick hinzugeben, ohne Ziel.

Der leidenschaftliche Tanz zwischen Mann und Frau lebt von der Intensität des Augenblicks, vom Zauber der Faszination des Nicht-Begreifbaren, von der absichtlosen Stille zweier Menschen, die bereit sind sich zu öffnen und vom Nicht-Vorhersehbaren überraschen zu lassen. Erst dann ist Raum da – offen, einladend und wohltuend – für das Geheimnis, was zwischen beiden wirken will; für das, was zwischen zwei Polen, zwischen zwei Menschen und zwischen zwei Atomen schwingt: der Atem des Lebens.
Lassen wir einen Raum frei für das Geheimnis, um das Ich und das ganz Andere, für das was jenseits unseres Verstehens, Begreifens oder Erklärens liegt, so können wir erleben, wie sich der leere Raum ganz von selbst füllt mit etwas, das uns berührt, ergreift und verändert zurück lässt. Das ist es, was Herz und Seele nährt. Ansonsten bleibt die Sexualität hohl und schal und leer.

So sehr wir das Sichere und Vorhersagbare lieben: Eine wirklich tiefe sexuelle Begegnung erleben wir nur, wenn wir bereit sind, aus der Sicherheit der eigenen Gedanken- und Bewertungswelt auszusteigen und uns dem Nicht-Vorhersehbaren und Unkontrollierbaren zu öffnen. Dabei geht es darum, geschehen zu lassen anstatt eingeübte Berührungs- oder Verhaltensmuster abzuspielen. Achtsam, präsent, feinfühlig öffnen wir uns dem, was ist. Das Geheimnis dabei ist: Je tiefer wir bei uns selbst sind, umso tiefer wird der Kontakt zum Anderen.
Gedanken, Urteile, Vorstellungen, Erwartungen – sie halten uns fest im Raum, in dem wir uns selbst gefangen halten. Aber wenn wir uns mitten in uns selbst hinein fallen lassen, dann können wir erleben wie etwas freier wird, wacher, lebendiger, echter. Wir sind zu uns selbst zurückgekehrt – mitten in unsere eigenen Arme hinein.


Achandra
(Bild: tumblr)

Quelle: Das Geheimnis

DIE LIEBE DEINES LEBENS

 

DIE LIEBE DEINES LEBENS

Wenn Du glaubst seine Liebe sei Deine Erlösung wirst Du ins Bodenlose fallen.

Jeder Streit, jeder abwesende Blick, jeder langweilige Abend würden Dich Stück für Stück sterben lassen.

Weil Du nicht weiter gedacht hast, weil Du nicht tiefer geliebt hast, als bis zu ihm.

Weil Deine Liebe Dich selbst nicht erreicht hat.

Wenn es nichts Heiligeres für Dich gibt als ihn, wäre der Verlust seiner Liebe Dein innerer Tod,

bereits die Angst davor, wäre es. Ihr würdet Euer Leben und Eure Liebe zu Asche verbrennen.

Solange ihr durch und ineinander nach Erlösung sucht werdet ihr sie nicht finden.

Und wenn Eure Seelen weise sind, werden sie Euch so lange voneinander fern halten bis ihr es verstanden habt,

dass Erlösung nur in Gott oder im Tod zu finden ist.

Das Leben aber will gelebt und geliebt sein.

Es sehnt sich nach Dir und Deiner Dankbarkeit.

Es sehnt sich danach, dass Du die Liebe erkennst,

in jedem Baum, in jeder Wolke, in jedem neuen Tag, in Dir.

Andrea Stern / Regentanz

art unbekannt

Quelle: Die Liebe deines Lebens